Dokumentation


1. Ausgangssituation

Das Projekt „Richtig Skifahren“ wird speziell für den Skiverein Wolfurt angefertigt. Beim Skiverein Wolfurt gibt es 19 staatlich geprüfte Skiinstruktoren. Diese Instruktoren betreuen Gruppen zwischen 10 und 12 Personen und vermitteln ihren Schülern fundiertes Wissen rund um den alpinen Skilauf. Sie dienen außerdem als sportliche Vorbilder. Weiters wird dem Thema Jugend in Verbindung mit Themen wie Umwelt und Sicherheit heutzutage sehr viel Bedeutung beigemessen.
Wenn ein Skiinstruktor den ersten Tag mit seiner Gruppe unterwegs ist, kommen oft Fehler (Haltungsfehler, etc.) der Skischüler ans Licht. Hat der Skiinstruktor nicht für jeden Fehler eine passende Übung, um diese Fehler zu korrigieren, kann er durch das Projekt „Richtig Skifahren“ mit seinem Handy über eine Suchfunktion nach gewissen Fehlern suchen. Die Website gibt dann Übungen an, welche diesen Fehlern entgegenwirken. Ein Beispiel wäre das Fahren mit steifen Knien. Hier würde die Website Übungen empfehlen, welche das Fahren in der leichten Hocke umfasst. Neben den Fehlern und Übungen ist auch der Skilehrweg nach der österreichischen Instruktoren Ausbildung abgebildet. Einzelne Bereiche nach Könnerstufen können so am Vorabend als Auffrischung gelesen werden oder spontan während einer Liftfahrt mittels Audiodatei gehört werden.

2. Ziele

Das Ziel unseres Projektes „Richtig Skifahren“ ist das Erstellen einer ansprechenden und einfach zu bedienenden Informationslösung für ehrenamtliche Skiinstruktoren als Nachschlagewerk. Dadurch soll eine Qualitätsverbesserung in der Wissensvermittlung erreicht werden. Als Ziele für unsere Informationslösung haben wir folgendes definiert:

  • Die Informationen sollen online abrufbar sein
  • Die Web-Applikation soll Smartphone-optimiert sein
  • Informationen sollen übersichtlich dargestellt werden
  • Richtige Informationen sollen in kürzester Zeit verfügbar sein
  • Audiounterstützung für das einfache Abrufen während des Schitags

3. Nicht-Ziele

Zur Abgrenzung wurden noch folgende Nicht-Ziele definiert:

  • Offline-Verfügbarkeit
  • App als Informationslösung
  • Veröffentlichung für jedermann
  • Kommerzielle Vermarktung

4. Zielgruppen

Unsere Zielgruppe umfasst alle Skiinstruktoren des Skivereins Wolfurt. Wir haben die Skiinstruktoren als Zielgruppe gewählt und nicht die Schifahrer im Allgemeinen. Dies wurde damit begründet, dass viele Begriffe und Themen nur für ausgebildete Skiinstruktoren selbsterklärend sind. Allein die Informationen über die Theorie kann nicht die praktische Schiausbildung durch die Schiinstruktoren ersetzen, da viel auf Vorzeigen und Erkennen beruht.

5. Umsetzungsweg

Wir haben uns in Bezug auf die Umsetzung unseres Projektes für eine mobil optimierte Website und gegen eine App entschieden. Gründe hierfür sind unter anderem die Möglichkeit die Website von jedem internetfähigen Endgerät abrufen zu können, ohne wie bei einer App etwas herunterladen zu müssen. Weiters ist auch die Anpassung einer mobil optimierten Website an ein mobiles Endgerät günstiger und weniger aufwändig als das Programmieren einer App. Außerdem sind Updates jederzeit ohne Zustimmung von App-Stores möglich.

Ein Nachteil, welcher die mobile Website mit sich bringen würde, wäre der verpflichtende Zugriff aufs Internet, um die Inhalte der Website sehen zu können. Hierfür würde sich bei Bedarf jedoch ein mobiles, autonomes WLan-Netz (vgl. piratebox.cc) über einen Router im Gepäck eines Skiinstruktors anbieten. Die Skiinstruktoren könnten sich einloggen und auf die Inhalte somit offline zugreifen.
Unser genauer Umsetzungsweg kann in den nachfolgenden Tagesbeschreibungen nachverfolgt werden.

a) Ablauf Tag 1: 23.11.2015

Erste Schritte:

  • Klärung von Fragen zum Projekt
  • Aufteilung von Rollen und deren Definition
  • Technische Machbarkeit prüfen:
    • Website basierend auf CMS WordPress (mobilfähig)
    • Audiobeitrag für Übungen
    • YouTube-Videos zur Darstellung der Bewegungsphase

Konkretisierung des Projekts:

  • Ziel: ansprechende und einfache Informationslösung für ehrenamtliche Skiinstruktoren
  • Was will unsere Zielgruppe hören:
    • Verfügbarkeit der Information aus dem Lehrweg
    • Inhalt schnell verfügbar über Suchfunktion/ Navigation
    • Kontaktlose Informationsübertragung
    • Schnelle Verfügbarkeit von Übungen zur Fehlerkorrektur vor Ort
  • Konkurrenzbeispiele: App  „Learn how to ski“

Überlegungen:

  • Oberste, fixe Zeilen (Header): Grundstufe, Fortbildung, Meisterstufe, Suche
  • Darunter: Absätze in blau, rot, schwarz (wie der Schwierigkeitsgrad bei Skipisten)
  • Ganz unten: Dokumentation
  • Technische Ausführung: WordPress
  • Skizzierung via Balsamiq Mockups:
Abb. 1 Frontpage Abb. 2 Grundstufe Abb. 3 Detailseite Abb. 4 Suchergebnisseite
mockup frontpage mockup grundstufe mockup detailseite mockup suchergebnisse

Auf der Frontpage (Abb. 1) befinden sich unsere drei Kategorien „Grundstufe“, „Fortbildung“ und „Meisterstufe“, sowie der Button „Suche“. Wählt man die Kategorie „Grundstufe“ (Abb. 2), öffnet sich ein Unterfenster mit den Bereichen „Einführung“, „Schuss“, etc. Wählt man dann den Bereich „Einführung“ aus, kommt man auf die Detailseite (Abb. 3). Auf dieser Seite bekommt man Informationen zum Gelände, ein Video zur Bewegungsphase, sowie passende Übungen. Diese Übungen sind als Text, aber auch als Audio-Datei verfügbar.

Im unteren Bereich von Abb. 2 und Abb.3 befindet sich ein Reiter, welcher die drei Kategorien „Grundstufe“, „Fortbildung“ und „Meisterstufe“ umfasst. Außerdem befindet sich dort der Button „Suche“. Klickt man diesen an, kommt man auf die Suchergebnisseite (Abb. 4).

Technische Umsetzung:

  • Hosting auf eigenen Server an der FHV: http://master3.labs.fhv.at/
  • Installation WordPress
  • Installation von Plug-Ins und Theme
  • Suchen und Einbetten von Videos und Texten

b) Ablauf Tag 2: 24.11.2015

Technische Fortschritte:

  • Datenbank Indexierung für die Suche
  • SQL-Query für die Suchabfrage einbetten
  • Themenanpassungen zur Umsetzung der der Mockups

Tätigkeiten für die Audio-Dateien:

  • Tonstudio-Termin: 11:00 Uhr
  • Eine Einheit der Grundstufe wurde der Text optimiert, damit er sprechfreundlich ist
  • Verschiedene Aufnahmen (Tonlage, Geschwindigkeit, Sprechstruktur, etc.)
  • Zusammenschneiden der Aufnahmen (Fehler wurden ausgebessert)
  • Export des Aufnahme-Files
  • Audio-File Größe anpassen für Upload auf CMS
mockup frontpage mockup grundstufe mockup detailseite mockup suchergebnisse mockup suchergebnisse mockup suchergebnisse

Sprechtext für die Audio-Datei: Grundstufe – Kurven
Servus!
Ich bin Skiri, dein persönlicher Skiguide.
Du möchtest also etwas über „KURVEN“ erfahren?
Das Kurven ist eine Richtungsänderung in Winkelstellung, bei der die Ski auf den inneren Kanten rutschen.
Die Bewegungsphasen gliedern sich in die Vorbereitungsphase, Auslösephase und Steuerphase.
In der Vorbereitungsphase wird am Ende der Steuerungsphase aus der Pflugstellung hoch gegangen.
In der Auslösephase findet der Schiwechsel statt, sprich der Außenski wird stärker aufgekantet und belastet.
In der Steuerphase wird Tiefgegangen und der Druck auf den Außenski wird erhöht.
Ein ideales Gelände für das Kurven ist ein flacher gleichmäßiger Hang.
Für das Erlernen des Kurven gibt es die Übungen
– Im Pflug Heben der Innenskispitze
– Im Pflug nach außen drehen des Skiendes
– Wegschieben eines Gegenstandes mit Skiende
– Kurven durch Tore oder Gegenstände
– Kurven mit Tempo- und Radiuswechsel
Und es gibt noch weitere Übungen wie
– Kurven und dabei die Gelenke stärker beugen
– Kurven und dabei den Innenski mit dem Schiwechsel verschieben
– Kurven und dabei sowohl vorseitbeugen und auf der ganzen Sohle stehen
– Kurven bei kleiner Winkelstellung
– Kurven mit Händen auf den Knien
– Kurven mit Innenhand auf dem Außenknie
– Kurven und dabei drückt die Hand die Hüfte nach Innen
Beim Kurven können verschiedene Fehler beobachtet werden.
– Einer der häufigsten Fehler sind steife Beine. Eine gute Übung dafür ist die Hände auf die Knie legen.
– Ein weiterer typischer Fehler ist kein alpines Fahrverhalten. Eine Möglichkeit dem entgegenzuwirken ist beim Kurven die Berghand auf den Außenski geben.
– Sollte der Außenski zu weit vorne sein und dadurch eine Beckenkurbel entstehen, hilft ein bewusster Skiwechsel während des Kurvens.
– Bei einer zu Rücklage oder Innenlage, hilft die Übung während des Kurvens die Hand in die Außenhüfte zu geben und die neue Fahrtrichtung anzeigen.
Beim Korrigieren nicht vergessen mehr als eine Anweisung auf einmal.
Wenn du dabei freundlich bleibst und dazwischen auch Lob austeilst macht es allen mehr Spaß.
Jetzt aber wieder ab auf die Piste. Genieß deinen Skitag

c) Ablauf Tag 3: 25.11.2015

  • Suchabfrage an richtiger Stelle eingebettet
  • Dokumentation fertiggestellt (Reflexion)
  • Inhalte überarbeitet
  • Rechtliche Fragen geklärt
  • Impressum erstellt und eingefügt
  • Dokumentation eingefügt
  • Fehlende Fotos gesucht und eingefügt

6. Aufgabenteilung und Reflexion

Die Projektrollen wurden folgendermaßen verteilt:

  • Chief Technical Officer: Marcel Meraner (Informatik)
  • Chief Design Officer: Marian Homburger (International Marketing & Sales)
  • Chief Project Management: Carina Büchele (International Marketing & Sales)
  • Customer: Michael Klimmer (Außerordentlicher Student)
  • Documentation: Stefanie Vetter ( Accounting, Controlling and Finance)

Die Aufgabenteilung hat von Anfang an sehr gut funktioniert. Unser CTO konnte sofort mit der Einrichtung des Servers beginnen und anschließend anhand dem Konzept das von CPO und Kunde erarbeitet wurde ein passendes CMS Template suchen. Nach dem Konzept wurde von CPO und Kunde die Inhalte vorbereitet. Währenddessen konnten der CDO passendes Bildmaterial für die Inhalte suchen und entsprechend aufarbeiten. Der Ablauf wurde laufend in allen Bereichen protokolliert.

Da jeder sich auf seine Bereiche konzentrieren konnte, wurde das Projekt schnell konzeptiert und dann auch umgesetzt. Es sind während der Umsetzung ein paar Rückwärtsschleifen in die Konzeption entstanden aufgrund einer mangelnden technischen Machbarkeit des Konzeptes in diesem Zeitraum.

Aufgrund des persönlichen Interesses jedes einzelnen Teammitgliedes, war die Motivation sehr groß ein gutes Endprodukt präsentieren zu können. Das Ergebnis mit den Inhalten ist so umfangreich, dass ein Praxisversuch nun möglich wird. Somit ist das Projekt für uns ein voller Erfolg.

Offene Punkte für eine finale Umsetzung wären noch:

  • Erstellung der fehlenden Audiodateien
  • Komplettierung der Inhalte
  • Anwendertests